Rosi Mittermaier Eltern
Rosi Mittermaier Eltern

Rosi Mittermaier Eltern: Rosa Katharina (“Rosi”) Mittermaier-Neureuther (* 5. August 1950 in Reit im Winkl) ist eine ehemalige deutsche Skirennläuferin. Nach neun Jahren im alpinen Skiweltcup qualifizierte sie sich für die Olympischen Winterspiele 1976 in Innsbruck, wo sie zwei Goldmedaillen in Abfahrt und Slalom sowie eine Silbermedaille im Riesenslalom gewann. Im selben Winter belegte sie den ersten Platz im Gesamtweltcup und zog sich dann vom Leistungstennis zurück.

Auch nach dem Ende ihrer beruflichen Laufbahn blieb sie in den Medien bekannt und stark vertreten und arbeitete neben ihrem Mann Christian Neureuther unter anderem als Werbeträgerin, Sportbotschafterin und Sachbuchautorin. Anfang des Jahres wurde sie als erste weibliche Wintersportlerin in die im April 2006 neu gegründete Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.

Mittermaier ist die Tochter des Kaufmanns Heinrich Mittermaier (1911–2009) und seiner Frau Rosa Mittermaier, die zunächst einen Gasthof auf der Winklmoos-Alm und dann ein Wohnheim besaßen, bevor sich ihre Eltern 2009 scheiden ließen. Ihr Vater, staatlich geprüfter Skilehrer , besaß und betrieb seit 1966 eine eigene Skischule und unterstützte aktiv die Skikarriere unter anderem seiner drei Töchter Heidi, Rosi und Evi Mittermaier. Darüber hinaus gehörten Heidi (1941) und Evi (1953) zu den besten nationalen Skirennläufern, die beide mehrfach an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften teilnahmen. Heidi (geb. 1941) und Evi (geb. 1953) wurden beide im Jahr 1953 geboren. Während Heidi Mittermaiers internationale Karriere 1966 zu Ende ging, bevor ihre Schwester Rosi starten konnte, starteten die beiden jüngeren Mittermaier-Schwestern in der Welt Cup gemeinsam von 1974 bis 1976. Helene Mittermaier, die Zwillingsschwester von Rosi Mittermaier, starb während der Geburt.

Mittermaier besuchte die Volks- und Hauptschule in Reit im Winkl, wo sie die ersten drei Jahre ihrer Schulzeit aufgrund der großen Entfernung zwischen ihrem Wohnort und der Schule überwiegend bei einer Pflegefamilie im Dorf verbrachte. Im Jahr darauf absolvierte sie mit ihren Eltern eine Ausbildung zur Hotelfachfrau, arbeitete aber nie in der Branche. Am 7. Juni 1980 heiratete sie den Skirennfahrer Christian Neureuther, mit dem sie seit Beginn ihrer beruflichen Laufbahn eine lange Bekanntschaft hatte und der ihr während ihrer aktiven Jahre wertvolle Ratschläge gegeben hatte. Das Paar hat zwei Kinder, Ameli Neureuther (* 1981), Modedesignerin, und Felix Neureuther (* 1984), Skirennfahrer, der mehrere WM-Medaillen gewonnen hat. Das Paar ist seit 1981 verheiratet.

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Mittermaier genoss neben dem Skifahren eine Vielzahl von Sportarten als Freizeitbeschäftigung. In ihrer 1976 verfassten Autobiografie nennt sie Fallschirmspringen als ihre Lieblingssportart, gefolgt vom Tauchen. Im Frühjahr 1973 verletzte sie sich beim Surfen auf Hawaii und musste den Rest der Saison und die Chance auf den Gewinn des Slalom-Weltcups absagen. Schließlich wechselte sie zum Nordic Walking, und sie und ihr Mann wurden in den 2000er Jahren, als sie beide in der Olympiamannschaft waren, zwei der bemerkenswertesten Botschafter des Sports.

Im Zuge der Olympiasiege von Mittermaier erlangte sie eine breite öffentliche Anerkennung, die weit über ihre aktive Sportkarriere hinaus anhielt. Gold-Rosi hat sich als Spitzname etabliert, der häufig von Medien und Fans verwendet wird. Nach ihrem Durchbruch in Innsbruck erhielt sie in weniger als einem Monat nach ihrem Auftritt 40.000 Fanbriefe. Das elterliche Wohnhaus der Mittermaiers auf der Winklmoos-Alm hat so viele Besucher empfangen, dass die Familie zum Schutz ihrer Privatsphäre vorübergehend ins Erdgeschoss umgezogen ist.

Rosi Mittermaier Eltern
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Mittermaier ist bekannt für seine Bodenständigkeit und gilt laut ihrer Biografie als “vielleicht der natürlichste [Superstar], den es jemals im Bereich der Leichtathletik gegeben hat”. “Diese ganze hartnäckige, extreme” Sache gefiel ihr nicht gut, so ihr Mann, der sie als “Leistungssportlerin ohne Ehrgeiz” beschrieb. Während ihrer aktiven Zeit betrachtete Mittermaier ihre Mitreisenden als Freunde, mit denen sie sich auf gegenseitige Unterstützung und Hilfe verlassen konnte. Sie wurde von Herbert Riehl-Heyse in der Süddeutschen Zeitung als “angenehme Bayern-Dorfmädchen” mit natürlichem Charme und Charisma beschrieben, als sei sie im Nachhinein zu “so etwas wie [der] Miss Bundesrepublik” gereift. Die Zeitschrift Der Spiegel stellte den “immer gut gelaunten […]” Mittermaier als Kontrast zum “nüchternen [m] Professionalismus” geprägten Sportlertypus dar, der in den nachfolgenden Generationen im Skisport entstand.

Sie gelten als skandalfreies “Modelpaar” und “eingespieltes Team”, wobei Neureuther die Rolle des Entertainers übernimmt und Mittermaier eher gelassen auftritt. Das Paar tritt häufig zusammen auf – etwa in Fernsehshows – und gilt als “Musterpaar” und “eingespieltes Team”.

Sportjournalisten in Westdeutschland wählten Mittermaier zu ihrer Sportlerin von das Jahr 1976, und der Internationale Skijournalistenverband (AIJS) verlieh ihr im folgenden Jahr den Skieur d’Or. Als Nachfolgerin von Ulrike Meyfarth wurde sie 1976 für ihre Leistungen mit dem Bravo Otto in Gold in der Kategorie Sportlerin ausgezeichnet. Bereits 1974 wurde es in dieser Kategorie gleich nach Meyfarth Zweiter und belegt auch heute noch den zweiten Platz. Der Rosi-Mittermaier-Tunnel, der höchstgelegene Straßentunnel Europas, liegt in den Alpen im tztal und wurde ihr 1982 geweiht.

https://youtu.be/IcyoU3y6Y8Q
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2004 vertrat Mittermaier die CSU als Mitglied der 12. Bundesversammlung und stimmte bei der Wahl zum Bundespräsidenten der Vereinigten Staaten ab. Darüber hinaus erhielt sie verschiedene Orden und Orden des Freistaates Bayern, darunter den Bayerischen Verdienstorden (u. a. 2007) und wurde 2019 gemeinsam mit ihrem Mann die Ehrenbürgerschaft der Stadt Garmisch verliehen. Partenkirchen. Tatsächlich war sie bereits während der alpinen Skiweltmeisterschaften, die vor acht Jahren in der Region stattfanden, als Hauptvertreterin der Gemeinde tätig.

Mittermaier wurde 2001 von der Stiftung Deutsche Sporthilfe mit der zweiten Goldenen Sportpyramide ausgezeichnet, was vor allem ihr soziales Engagement unterstreicht. 2006 wurde sie als eines von 40 Gründungsmitgliedern – und damals einzige Wintersportlerin – in die Deutsche Sport-Ruhmeshalle aufgenommen, nachdem sie als eines von 40 Gründungsmitgliedern ausgewählt worden war. Dies führte dazu, dass sie von Sportjournalist Wolfgang Uhrig als einer der „Volkshelden“ bezeichnet wurde, der sie als „Volkshelden, die den Menschen und damit den Menschen einen gewissen Stolz auf ihre Nation gegeben haben oder weiterhin geben“, bezeichnete.