Nik Bärtsch Familie | Nik Bärtsch ist ein in Zürich lebender Pianist, Komponist, Bandleader, Plattenproduzent und Autor, der in einer Vielzahl von Genres arbeitet. Um ihre Mitglieder in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen, hat die SUISA das Projekt lanciert.

Nik Bärtsch Familie
Nik Bärtsch Familie

Wir bieten den Künstlern eine Plattform, auf der sie über ihre aktuelle Haftsituation sprechen und eines ihrer Kunstwerke präsentieren können.

Unser Featured Artist in dieser Woche ist Nik Bärtsch, ein Pianist, Komponist und Musikproduzent aus der Schweiz, und sein Stück “Module 5”.

Mit seiner Familie im Lockdown bespricht Nik, was er mit einem australischen Notarzt gemeinsam hat, sowie über seinen Lockdown-Alltag.

Der Pianist und Komponist Nik Bärtsch inszeniert gerne immer wieder wiederkehrende Ereignisse. Das gilt für seine Familie ebenso wie für seine Musik. Nach Bärtschs Credo entsteht der wahre Meister durch die ständige Wiederholung des Gleichen.

Zudem beinhaltet die Adventszeit die Erstellung eines Adventskalenders, der in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Zürich Kreis 5 durchgeführt wird.

In diesem Jahr befindet sich im Treppenhaus ein massiver Tannenzweig, der mit Geschenken für die Kinder im Inneren behangen wurde.

Anstelle von Geschenkpapier aus dem Laden wurden einzelne Socken, die im Laufe des Jahres zusammengekommen sind, zum Verpacken des Geschenks verwendet.

Bärtschs jährliches japanisch inspiriertes Ritual zum Abschied vom Ballast des Jahres ist ihm nicht weniger wichtig als Ihnen. Für den Musiker ist dies ein ähnliches Gefühl, als würde man zu Jahresbeginn ausdruckslos auf ein leeres Blatt Papier starren.

Nik Bärtsch Familie
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“Große Ideen sind mir weniger wichtig als die Dinge, die in meinem Alltag passieren.” Achtsamkeit ist mir wichtig, ebenso wie die erforderliche Disziplin, um die Regeln zu befolgen, die ich mir selbst gesetzt habe.

Es gibt eine Fülle von faszinierenden Phänomenen, die auf der ganzen Welt auftreten. Aus Zeitgründen bin ich jedoch gezwungen, mich zu konzentrieren.”Dass der Berufsmusiker gerne schreibt, hat mit seinem Studium an der Universität Zürich zu tun.

Nik Bärtsch, diplomierter Pianist, der zuvor an der Hochschule der Künste Musik studiert hatte, begann nach seinem Musikstudium an der Hochschule der Künste 1998 ein Studium der Literaturwissenschaft, Philosophie und Musikwissenschaft an der Universität Zürich.

Für das Studium der Musikwissenschaft habe er sich unter anderem aufgrund von Stipendien entschieden, die ihm zur Verfügung gestellt worden seien.

Sprachen und Philosophie der Ästhetik waren zwei Themen, die ihn besonders interessierten. Bärtsch suchte während seines Studiums als Künstler an der Universität einen intellektuellen Zugang: „Musik ist wie Sprache eine Form der Kommunikation, und ich wollte aus den Bereichen der Linguistik und Philosophie mehr darüber zu erfahren.”

Die Aufsätze des Musikwissenschaftlers Theodor Adorno zu Musik und Sprache, allen voran aber des Philosophen Ludwig Wittgenstein, lieferten ihm die gesuchten Antworten.

1995 trat Bärtsch mit Menico Ferraris Band Groove Cooperative bei den Leverkusener Jazztagen in Deutschland auf. Bärtsch gewann in diesem Jahr den europäischen Jazzwettbewerb. 1999 und 2002 wurde ihm der Förderpreis der UBS Culture Foundation verliehen.

2002 verlieh ihm die Schweizer Stadt Zürich die Ehre des Werkjahres. Sein kultureller Beitrag wurde 2004 mit dem Kulturpreis der Gemeinde Zollikon ausgezeichnet.

2007 erhielt er von Pro Helvetia den Auftrag, Musik für ein Musik- und Tanzprogramm mit Hideto Heshiki zu komponieren, das er 2008 abschloss.

Im Rahmen der Priority Jazz Promotion 2007-2009 erhielt Bärtsch gleichzeitig Unterstützung von Pro Helvetia . 2015 wurde er für den Schweizer Musikpreis nominiert, der alle zwei Jahre vom Bundesamt für Kultur verliehen wird.

2016 wurde er zum Gewinner der Kategorie „Rising Stars Keyboards“ des Magazins DownBeat gekürt. 2019 wurde er für seine Arbeit mit dem Kunstpreis der Stadt Zürich ausgezeichnet.

Nik Bärtsch Familie
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Das DownBeat-Magazin zeichnete ihn 2021 zum zweiten Mal mit ihrem „Critics Poll“-Award in der Kategorie „Rising Star Piano“ aus.