Krankheit

Giovanni Di Lorenzo Krankheit

Giovanni Di Lorenzo Krankheit: Gianluigi di Lorenzo (* 9. März 1959 in Stockholm) ist ein deutsch-italienischer Journalist, Autor und Fernsehmoderator, der in den USA, Europa und dem Nahen Osten arbeitet. Er ist in verschiedenen Medienpositionen tätig, unter anderem Chefredakteur der Wochenzeitung Die Zeit, Mitherausgeber des Berliner Tagesspiegels und Moderator der Radiosendung 3 nach 9 bei Radio Bremen.

Seine Eltern waren Italiener und Deutscher, und er wurde in Stockholm als Sohn eines Italieners und eines Deutschen geboren. Seine Mutter Marianne, geb. Matull, aus Königsberg in Ostpreußen war nicht nur Inhaberin einer Synchronfirma, sondern arbeitete als Lehrerin an der Deutschen Schule in Stockholm und dann als Psychotherapeutin in der Stadt. Sein Großvater mütterlicherseits war neben Journalist und Historiker Wilhelm Matull, der von 1925 bis 1933 Leiter der Sozialistischen Arbeiterjugend in Königsberg und von 1928 bis 1933 Redakteur der sozialdemokratischen Königsberger Volkszeitung war.

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Während der Karriere seines Onkels väterlicherseits war Giorgio di Lorenzo als Senior Manager beim italienischen Bürogerätehersteller Olivetti tätig. Während seiner frühen Kindheit lebte di Lorenzo in Schweden und Deutschland, bevor seine Familie nach Rimini und schließlich nach Rom übersiedelte, wo er eine Zeitlang die Deutsche Schule besuchte. Nach der Scheidung seiner Eltern zog er mit seinem Zwillingsbruder Marco und seiner Mutter nach Hannover, wo er bis zu seinem elften Lebensjahr blieb. Er begann seine Ausbildung am humanistischen Ratsgymnasium und wechselte später an die neusprachige Tellkampfschule, wo er den späteren Regierungssprecher Steffen Seibert kennenlernte, der später sein Kollege wurde.

Nach dem Abitur 1979, das di Lorenzo im Frühjahr 1980 bestand, der Aufnahmeprüfung an der Deutschen Journalistenschule in München, fand das Studium nicht statt, stattdessen schrieb er die Lebensgeschichte des Rechtsterroristen Stefan Algen, die zunächst teilweise im Dossier der damaligen Zeit und 1984 als Buch bei Rowohlt veröffentlicht wurde. Bis 1986 studierte di Lorenzo an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft und Moderne studierte und Zeitgeschichte. Er arbeitete mit Karl Friedrich Reimers an seiner Masterarbeit über Strategie und Aufstieg des Privatfernsehens in Italien am Beispiel der Netzwerke von Silvio Berlusconi.

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Von 2005 bis 2015 war Di Lorenzo mit der Fernsehmoderatorin Sabrina Staubitz liiert, mit der er eine 2008 geborene Tochter hatte. Seine journalistische Karriere begann er 1979 bei der Hannoverschen Tageszeitung Neue Presse (wo er bis 1982 blieb). ), wo er Michael Radtke kennenlernte, der sein journalistischer Mentor wurde. Er arbeitete auch für das Stadtmagazin Skull Splitter, wo er als Autor mitwirkte.

Giovanni di Lorenzo wird von 15 bis 21 Uhr die Gesprächsshow von 15 bis 21 Uhr moderieren. (2018)
Seine ersten Fernsehauftritte hatte er als Moderator beim Bayerischen Rundfunk, wo er seit Juni 1984 als Moderator des monatlich erscheinenden Jugendmagazins Live aus Alabama tätig ist. 1988 und 1989 strahlte er den ARD-Kulturbericht vom Filmfest München aus, den er live moderierte. Seit 1989 ist er Co-Moderator der Fernsehkonversationssendung 3 bis 9.

1985 bzw. 1986 wurden die Süddeutsche Zeitung und der Münchner Stadtanzeiger neu gestaltet und er begleitete das Projekt als Berater. Im Mai 1987 trat di Lorenzo in die interne politische Redaktion der Süddeutschen Zeitung ein und war von Mai 1994 bis Ende 1998 Chefredakteur des Berichtsteils, der für Seite drei reserviert war. Anfang 1999 übernahm er die Position des Chefredakteurs der Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel.

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hat ihn zudem als Chefredakteur der seit August 2004 erscheinenden Wochenzeitung Die Zeit eingestellt. Sein Vertrag als Chefredakteur gilt bis Ende 2023. Er stieg ebenfalls auf durch die Reihen, um einer der derzeit drei Redakteure der Zeitung zu werden.

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Ein vierseitiges Interview mit Karl-Theodor zu Guttenberg wurde im November 2011 in der Wochenzeitung Die Zeit veröffentlicht, und er arbeitete mit Guttenberg an einem Buch, das kurz darauf erschien. Viele Leser beschwerten sich über Länge und Thema des Interviews, auch in der deutschen Presse wurde es weithin verurteilt: Ihm wurde vorgeworfen, ihm mangelt es an Distanz, wenn nicht sogar an Werbung.

Er antwortete, dass Guttenberg eine Plattform gewährt werden könne, weil er laut Di Lorenzo weder ein Extremist noch ein Krimineller sei. Die Wiedereinstellung Guttenbergs hängt nicht von seinen journalistischen Fähigkeiten ab, sondern von den Wählern. Gegenüber der Berliner Zeitung gab er im April 2012 zu, dass das Schreiben des Buches ein Fehler war, den er bedauerte.

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