Benjamin List Kinder: Er ist Direktor der Abteilung Homogene Katalyse am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr. Benjamin “Ben” List wurde am 11. Januar 1968 in Frankfurt am Main geboren und ist ein deutscher Chemiker.

2021 erhielten er und David MacMillan gemeinsam den Nobelpreis für Chemie für ihre unabhängig voneinander durchgeführten Arbeiten zur asymmetrischen Organokatalyse. Benjamin List stammt aus einer wohlhabenden Frankfurter Familie großbürgerlicher Herkunft.

Außerdem ist er ein Ururenkel des Nephrologen Franz Volhard und ein Ururenkel des Chemieingenieurs Jacob Volhard.

Er ist der Neffe von Christiane Nüsslein-Volhard, einer deutschen Nobelpreisträgerin für Physiologie oder Medizin, die 1995 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin erhielt.

Benjamin List Kinder
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Sie ist die Schwester seiner Mutter. Benjamin “Ben” List ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in den USA. In Khao Lak, Thailand, konnten er und seine Familie den Tsunami, der die Stadt am 26. Dezember 2004 traf, überleben.

Nach einem Abschluss in Chemie an der Freien Universität Berlin erwarb List 1993 seinen Bachelor-Abschluss. 1997 promovierte er an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, wo er unter der Leitung von Johann Mulzer an der Synthese arbeitete eines Vitamin-B12-Moleküls, das als Semicorrin bekannt ist.

Nach einem Postdoc-Aufenthalt am Scripps Research Institute in La Jolla, Kalifornien, wo er an katalytischen Antikörpern arbeitete, wurde er von 1999 bis 2003 als Assistant Professor im Department of Molecular Biology am Scripps Research Institute in La Jolla berufen.

Seine erste Position war das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, wo er 2003 als Arbeitsgruppenleiter tätig war, bevor er im Juli 2005 zum Direktor ernannt wurde. Er gilt weithin als einer der Pioniere der asymmetrischen Organokatalyse, bei der Metallverbindungen überflüssig werden, die potenziell gesundheits- und umweltschädlich sind und zudem unerschwinglich teuer sind.

Im Gegensatz zur Enzymkatalyse werden dabei winzige organische Moleküle verwendet. Seine Forschung konzentrierte sich auf die Idee, die Aminosäure Prolin und damit ein natürlich vorkommendes organisches Material als effizienten Katalysator für die Bildung optisch aktiver Produkte in Reaktionen wie der Aldolreaktion einzusetzen, die er nutzte.

Benjamin List Kinder
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Asymmetrische Katalyse, bei der lösliche organische Katalysatoren und Textilien miteinander verbunden werden (z. B. für die lokale Wasserversorgung an abgelegenen Orten), sowie neue Wege der textil-organischen Katalyse wurden von ihm entdeckt (insbesondere ACDC).

Die asymmetrische Organokatalyse ist besonders wichtig bei der Herstellung bioaktiver organischer Verbindungen, bei denen die Chiralität der Moleküle entscheidend ist, wie beispielsweise in der pharmazeutischen Industrie.

In dieser Funktion war er von 2005 bis 2014 Sprecher des DFG-Schwerpunktprogramms 1179 Organokatalyse. Seit 2015 ist er Chefredakteur von Synlett, das zum Zeitpunkt seiner Berufung 2.011 Publikationen verzeichnete. Seit 2005 ist er auch einer der Redakteure der Synfacts-Website.

Seit 2018 ist List einer von 15 Forschungsdirektoren am Institute for Chemical Reaction Design and Discovery der Hokkaido University in Sapporo, Japan, wo er seit 1998 tätig ist.

List hat im Laufe der Jahre eine Reihe von Auszeichnungen und Auszeichnungen erhalten. Unter anderem wurde ihm 2003 der Carl-Duisberg-Gedächtnispreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) verliehen.

Darüber hinaus erhielt er im Jahr 2004 das Dozentenstipendium des Fonds der Chemischen Industrie. 2012 erhielt er den mit 75.000 Euro dotierten Otto-Bayer-Preis und 2013 den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft. In Anerkennung seiner Leistungen wurde er 2016 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet.

2019 hält er beim GDCh-Wissenschaftsforum Chemie einen Plenarvortrag zum Thema “Very Strong and Confined Chiral Acids: Universal Catalysts for Asymmetric Synthesis?”

Benjamin List Kinder
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Als Gastprofessor an der Gakushin University in Tokio, Japan 2005 und an der Sungkyunkwan University in Seoul, Südkorea, 2008, verfügt List über vielfältige Erfahrungen. Seit 2004 ist er Honorarprofessor an der Universität zu Köln (Institut für Organische Chemie). Im Frühjahr 2018 erfolgte seine Wahl in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina.

Er wurde ihm und David MacMillan im Jahr 2021 „für die Entwicklung der asymmetrischen Organokatalyse“ verliehen, wofür sie gemeinsam den Nobelpreis für Chemie erhielten.

Benjamin List, Forscher am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr, ist nach Karl Ziegler der zweite Nobelpreisträger für Chemie.